Tabak - Trocknen, Seite 1

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Trockener Tabak mit Mängeln

Links sehen Sie Tabak von ca. 5 Pflanzen, wie wir eine Zeit lang getrocknet haben. Wir trockneten im Wintergarten, das birgt die Gefahr, dass nicht alle erwünschten Abbauprozesse ordentlich ablaufen. Eigentlich ist das völlig falsch, aber wir hatten keinen besseren Ort. Wir beschreiben auf der Seite, wie wir es machen und auch, wie man es eigentlich noch besser machen könnte. Dieser Tabak ist nur zum beimischen nutzbar.

Trocknen, wie sie sein soll:
Tabak muss zur Trocknung regen geschützt, luftig und kühl hängen. Nur so ist ein Abbau der Nikotin- und Eiweißstoffe möglich. Außerdem werden Stärke und Farbstoffe  abgebaut Also ideal für die Trocknung ist eine zugige Scheune, auch ein Carport ist möglich oder ein offenes Gartenhaus.
Zum Trocknen werden die Blätter ca. 1 Faust breit auseinander aufgefädelt. So verhindert man, dass die Blätter aneinander kleben und schlecht trocknen oder sogar schimmeln.

 

 
Vor allem in den ersten 2 Wochen dürfen die Blätter nicht zu schnell trocknen, wenn also keine feuchte Witterung ist, muß der Tabak besprüht werden. Nur so wird der Abbau der Stoffe garantiert.
Insgesamt läßt man Tabak so ca. 8 Wochen hängen, bis er trocken ist.

Was wir schon alles falsch gemacht haben:

Anfangs haben wir den Tabak im Schuppen getrocknet. Der Schuppen ist trocken, regengeschützt und kühl. Nach einigen Wochen waren 70% der Blätter verschimmelt.
Warum? Kein Durchzug, das Wasser blieb im Schuppen und es wurde zu feucht. Abgestellte nasse Geräte, eingelagerte Nüsse etc. taten ihr übriges. Ergebnis der ganzen Sache war, dass wir 70% der Ernte auf den Kompost werfen konnten.

Im Folgejahr haben wir unter einem steil runter gezogenen Dachüberstand getrocknet. Das Ergebnis waren 50% Blätter, die immer noch grüne Stellen hatten und nicht weiterverarbeitet werden konnten. Warum das? Naja, zu warm, unter dem Dachüberstand staut sich (bei uns) die Hitze und die Blätter trocknen einfach zu schnell. Wir haben die Blätter weiterverarbeitet, aber man konnte das Kraut nicht wirklich rauchen.
 

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Tipp:
Wußten Sie eigentlich, dass man Küchenkräuter nicht auf einem Holzbrett schneidet? Dabei geht ein Teil der Aromastoffe im Holz verloren. Nehmen Sie hierfür ein Plastebrett. Und wenn es doch ein Holzbrett sein muß, sollte es feucht sein, damit es die Aromastoffe nicht so entzieht.
 

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