|
Tabakanbau, lohnt sich das? |
|
||
|
zurück zum
Inhaltsverzeichnis Ich bekomme immer wieder die Frage gestellt, ob sich Tabakanbau überhaupt lohnt. Ich erkläre es einfach mal an meinem Beispiel, ich baue jährlich ca. 50 Pflanzen an. Vorteile des Anbaus: Zugegeben, ich bin ein relativ starker Raucher und ich rauche gerne. Ich baue jährlich ca. 50 Pflanzen an, davon immer einen großen Teil Rot Front und immer mal ein paar neue Sorten, wie Panamatabak, Virginia, Orienttabak oder andere. Der Tabak Rot Front ist sehr ergiebig. Bei durchschnittlich 30 Zigaretten täglich reiche ich mit 50 Pflanzen Rot Front in guten Jahren bis zu 5 Monaten. Ich rechne also mit 10 Pflanzen für einen Monat. In schlechten Jahren ist es auch mal etwas weniger. In Geld ausgedrückt: Den Preis für Zigaretten kenne ich gar nicht, aber selbst, wenn man nur Tabak kauft, entspricht der Tabakerlös monatlich ca.100,-€, die der Tabak kosten würde (Stand Herbst 2006). Meine Ersparnis liegt also bei jährlich ca. 500,-€ für 50 Tabakpflanzen. Ab 2007 werde ich übrigens 80-90 Pflanzen anbauen, ich will ein paar neue Orientsorten versuchen. |
|
|
|
Gesetzliches: Ich will noch mal darauf hinweisen, meines Wissens (Stand Herbst 2006)sind in Deutschland nur 99 Pflanzen als Privatanbau gestattet. Der Geschmack: Dem Geschmack sind keine Grenzen gesetzt. So ziemlich alle Geschmacksverstärker, die meine Frau zum Backen nutzt, habe ich dem Tabak schon zugeführt. Aber das ist eben Geschmackssache. Nachteile: Bevor Sie über den Tabakanbau nachdenken, ein paar Nachteile. Platzbedarf: Die Pflanzen müssen im Abstand von wenigstens 40 cm gepflanzt werden. Man benötigt als für 50 Pflanzen mindestens 8 m². Da ich nach jeder 2. Reihe noch einen breiteren Weg mache, brauche ich für 50 Pflanzen 10m² Boden. Auch den Platz beim Trocknen sollte man nicht unterschätzen. Ab Mitte Juli erntet man wöchentlich ca. 60 Blätter. Beim Auffädeln benötigt man einen laufenden Meter Dach für 20 Blätter. Das sind wöchentlich 3 Meter, also bei einer Trockenzeit von 8 Wochen 24 laufende Meter Unterstand oder ähnliches zum Tabak trocknen. Die muss man erst mal haben. Zeit: Auf den folgenden Seiten wird beschrieben, was Sie tun müssen, pflanzen, pflegen, ernten, trocknen, fermentieren, schneiden und stopfen. Ohne es übertreiben zu wollen, würde ich sagen, spätestens nach der Trocknung bin ich täglich 1 Stunde mit dem Tabak beschäftigt. Resume: Ich baue gerne meinen eigenen Tabak an, weil es Spaß macht, weil es schmeckt und weil es Geld spart. Aber nichts ist umsonst, und bevor Sie es versuchen, denken Sie daran, es kostet Zeit und Geduld. Ich kann dabei entspannen, Sie auch?
|
|