Garten allgemein - Keimfreie Erde Teil 2

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Die Zusammensetzung:
Im Allgemeinen nutzen wir ca. 70 % reife Komposterde aus dem Garten. Dazu kommt vielleicht 10% Sand und 15% Perlit oder kleine Styroporkügelchen und etwas Kokohum. Die ganze Masse wird ordentlich gemixt und dann auf  70 - 100 °C erhitzt. Dazu weiter unten. Bei Exoten, wie Bananen oder Palmen wirde der Anteil an Komposterde auf ca. 50% reduziert, der verbleibende Teil Kokohum, Sand und Perlit vielleicht zu gleichen Teilen.

Bei Exoten nutzen wir bei ganz jungen Pflanzen zur Anzucht einen höheren Anteil an Kokohum, nur etwas Komposterde, damit die Pflanzen sich langsam daran gewöhnen.  Kokohum ist erhältlich in vielen Baumärkten. Kokohum und reife Komposterde werden ca. 2:1 gemixt. Dazu 10% Sand und 15% Perlit und fertig ist die angesetzte Erde.

 

 
Erhitzen:
Wir haben einen alten Hundefutternapf aus Edelmetall mit einem Diamantbohrer zu einem Sieb umgewandelt und füllen hier ca. 1 Liter Erde ein. Das "Sieb" kommt auf einen Topf mit kochendem Wasser und wird auf kleiner Flamme bei leicht kochendem 1 Stunde gedämpft und dann abgekühlt. Achtung! Geruchsbelästigung
Die so behandelte Erde lassen wir abkühlen. Dann nehmen wir einen Esslöffel und verdünnen diesen mit Wasser. Mit einem pH - Wert - Teststreifen testen wir, wie sauer die Erde ist. Diese bekommt man in jedem Baumarkt, der Zierfische führt. Ein pH - Wert von 7 ist neutral, unsere Pflanzen mögen es meist etwas sauer, 6 - 6,5.
Ansäuern der Erde:
Nutzen wir die Tipps von Oma. Kaffeesatz gehört in jeden Garten, und auch hier nutzen wir Kaffeesatz zum Ansäuern der Erde. Einfach ein paar Teelöffel untermischen, erneut testen und fertig ist die Erde. Auch die Nadelreste des Weihnachtsbaumes sollte man nicht achtlos wegwerfen, sondern zur Verfeinerung der Erde nehmen.
Übrigens Kakteen mögen keine angesäuerte Erde. 
Aber das ist vor allem eine Sache, die man Probieren muss, Exoten, Tabak, Rhododendron, Azaleen und viele andere Pflanzen mögen sauere Erde, wir werden bei einzelnen Sorten darauf eingehen.

Tipp:
In jeden Blumentopf gehören ein paar Tonscherben. Die regulieren den richtigen Abfluß des Wassers, führen den Wurzeln Luft zu und verhindern das Absterben der Wurzeln.

 

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